Mauritius Rundreise
Zwischen weißen Stränden und immergrünen Regenwäldern
Bei einer Rundreise auf Mauritius lernt man die verschiedenen Facetten der Insel kennen. Mit dem Mietwagen folgt man der Route entlang der Küste. Im Südwesten warten die immergrünen Regenwälder des Black-River-Gorges Nationalparks sowie das Wassersportparadies Le Morne. Im Norden kontrastieren die weißen Strände und das pulsierende Nachtleben von Grand Baie mit den schwarzen Lavafelsen und einsamen Buchten von Roches Noire.
Die Unterkünfte punkten jeweils mit einem aufmerksamen Service sowie zahlreichen Möglichkeiten für einen erlebnisreichen und zugleich erholsamen Aufenthalt. Ob beim Schnorcheln, beim Wandern, bei einem Bootsausflug, im Spa oder auf dem Golfplatz – dank eines vielfältigen Angebots finden sich auf Mauritius für jeden Geschmack die passenden Aktivitäten.
zzgl. Flug
Info zum Preis
Dieser Preis wurde beispielhaft für eine Reise im September berechnet. Je nach Reisezeit sowie in Abhängigkeit zum Buchungszeitpunkt verändert sich der Preis. Wir achten bei Auswahl der Zimmer auf eine komfortable Zimmergröße sowie angenehme Lage und guten Ausblick.
9.00 – 13.00 Uhr und 14.00 – 17.00 Uhr
Reiseverlauf
Diese Rundreise wurde von unserer Expertin Claudia Tiemann entworfen. Bei Bedarf stimmen wir den Reiseverlauf individuell auf Ihre Wünsche ab.
- Zu Gast in Unterkünften an malerischen Stränden
- Fahrt durch tropische Wälder und entlang einer atemberaubenden Küstenlinie
- Lokale Gerichte und exotische Früchte kosten
- Besuch des Black River Gorges Nationalparks
Mahébourg
Bei Ankunft am Flughafen gehen Sie bitte an den Schalter unserer Partneragentur Mauritours (Counter Nr. 1). Dort erhalten Sie alle Unterlagen und Informationen, die Sie für Ihre Reise benötigen, u.a. Adressen, Telefonnummern, Voucher und Wegbeschreibungen zu den Unterkünften, Kartenmaterial und sonstige Tipps. Bitte verwenden Sie diese Wegbeschreibungen, da sie immer auf dem aktuellsten Stand sind!
Anmietstation: Mauritius Flughafen (Desk at Airport)
Kia Rio o.ä.
Eigenschaften: 4 Türen, Klimaanlage, Automatikgetriebe
Geeignet für: 4 Erwachsene, 2 große Koffer
Tarif (All-in/AD-OC):
- ohne Selbstbeteiligung
- Mindestens 1 Zusatzfahrer inklusive
- Checken Sie online bereits ein und übertragen Ihre Daten vorab, der ausgefüllte Mietvertrag wartet so bereits vor Ort und Sie sparen sich etwas Zeit
- Kaution: 302,00 EUR per Kreditkarte
Black River Gorges Nationalpark
Unberührte Regenwälder und enorme Artenvielfalt
Der Black River Gorges Nationalpark im Südwesten von Mauritius ist das größte Naturschutzgebiet der Insel. Das 1994 gegründete Areal blieb aufgrund seiner schwer zugänglichen Berglandschaft weitgehend von Rodungen verschont. Auf knapp 6.800 Hektar erstrecken sich heute die letzten zusammenhängenden Regenwälder, tiefe Schluchten und Wasserfälle wie die Alexandra Falls. Zudem ragt hier der 828 Meter hohe Piton de la Petite Rivière Noire auf, der höchste Berg des Landes. Das Reservat besticht durch eine enorme Artenvielfalt mit über 300 Pflanzen- und neun einzigartigen Vogelarten. Auch der endemische Mauritius-Flughund, Makaken und Hirsche finden hier ein wichtiges Refugium. Ein 60 Kilometer langes Wegenetz erschließt die Natur für Wanderer und bietet weite Ausblicke über die Täler bis zur Küste. Wer den Park zu Fuß erkunden möchte, sollte auf jeden Fall festes Schuhwerk sowie ausreichend Trinkwasser und Proviant mitbringen.
Aufenthalt
Die familiäre Eco-Lodge im Südwesten der Insel liegt im immergrünen Black River Nationalpark am Fuße eines Dschungelbergs, dem Piton Canot. Die Anlage passt sich harmonisch in die tropische Umgebung ein, die Gebäude verteilen sich auf den zehn Hektar großen Park. Im Haupthaus befinden sich einen Aufenthaltsraum und ein kleines Restaurant. Abgerundet wird das Angebot durch zwei kleine Swimmingpools und eine Bar. Die Ortschaft Chamarel mit ein paar landestypischen Restaurants und Geschäften ist zu Fuß erreichbar. In die Hauptstadt Port Louis fährt man ca. eine Stunde. Die nächsten Strände in den Buchten von Le Morne und Baie du Cap sind in rund 15 Minuten mit dem Auto zu erreichen. Zum Strand verkehrt dreimal täglich ein Hotel-Shuttle zu festen Zeiten.
Sehenswertes
Mauritius
Kreolische Tropeninsel im Indischen Ozean
Mauritius liegt mitten im Indischen Ozean, südöstlich von Madagaskar. Die Insel, auf der verschiedenste Kulturen zusammenleben, besitzt neben ihrer natürlichen Schönheit ein reiches historisches Erbe. Schon vor Jahrhunderten träumten Entdecker und Reisende von der sagenhaften Tropeninsel, die durch eine Briefmarke weltbekannt wurde. Neben den tropischen Stränden, die der Insel den Ruf als Urlaubsparadies einbrachten, gibt es im Landesinneren hohe Bergmassive und Regenwald. Haupteinnahmequellen sind neben dem Tourismus, der in den letzten Jahrzehnten sprunghaft zugenommen hat, vor allem der Zuckerrohranbau sowie der Dienstleistungssektor. Die Alltagssprache der Einwohner ist Kreolisch, eine auf dem Französischen basierende Kreolsprache. Die Temperatur an der Küste liegt zwischen 22 °C im Winter (Juni–September) und 34 °C im Sommer (November–Februar), das Wasser ist zwischen 22 °C und 27 °C warm.
Le Morne
Ein Paradies für Wassersportler
Der azurblaue Himmel über der Halbinsel Le Morne ist fast immer von bunten Punkten übersät: Es sind die Kites, die elegant über den Wellenkämmen des Indischen Ozeans tanzen. Dank erstklassiger Passatwinde, die von Mai bis November verlässlich mit 15 bis 25 Knoten wehen, hat sich der Ort im Südwesten von Mauritius zu einem echten Weltklasse-Spot entwickelt. Das Revier fasziniert durch seine Vielseitigkeit. In der stehtiefen, spiegelglatten Lagune finden Einsteiger ein sicheres Trainingsgebiet, während die anspruchsvollen Wellen am vorgelagerten Korallenriff selbst Profis alles abverlangen.
Chamarel-Wasserfälle
Höchster Wasserfall der Insel
Zwei Kilometer südlich von Chamarel fährt man vorbei an Feldern mit Ananas, Mangos, Maracujas und den berühmten Kaffeesträuchern der Region. Am Ende der Straße steht man vor einem echten Naturwunder: Der Chamarel-Wasserfall ist der höchste des Landes und stürzt spektakulär rund 100 Meter in die Tiefe. Je nach Wassermenge spaltet sich der Fluss Saint Denis an der Kante in zwei parallel herabstürzende Wasserfälle auf. Vom Parkplatz aus führt eine Treppe bequem zu einer Aussichtsplattform, die einen Panoramablick über die gesamte Schlucht bietet. Wer den Blick schweifen lässt, entdeckt in den Baumkronen oder am Himmel oft die seltenen mauritischen Flughunde, die in den unberührten Wäldern der Schlucht ein geschütztes Zuhause gefunden haben.
Siebenfarbige Erde
Überirdisches Farbspektakel
Ein Naturwunder befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den Wasserfällen von Chamarel: Die Siebenfarbige Erde ist aus verwitterter Lavaerde entstanden. Aufgrund der extremen Nährstoffarmut des Bodens wachsen hier keine Pflanzen. Wie in einer Mondlandschaft liegt das wellige Terrain frei und schimmert in Nuancen von Violett, Blau und Grün bis hin zu roten und ockerfarbenen Tönen. Das Farbspektakel, das auf eine hohe Konzentration von Eisen- und Aluminiumoxiden zurückzuführen ist, ist ein Eldorado für Fotografen. Auf dem Gelände befindet sich außerdem ein Gehege mit Aldabra-Riesenlandschildkröten.
Tamarin Falls
Siebenstufige Kaskade im zentralen Hochland
Die im zentralen Hochland von Mauritius gelegenen Tamarin Falls, auch bekannt als Les Sept Cascades, umfassen sieben aufeinanderfolgende Wasserstufen, die Höhenunterschiede von bis zu 45 Metern überwinden. Jede dieser Stufen mündet in ein natürliches Felstauchbecken. Die historische Entstehung der Kaskaden ist eng mit der vulkanischen Aktivität der Insel und dem Verlauf des Rivière Tamarin verknüpft. Der einzige öffentliche Zugang zur Region verläuft über das Dorf Henrietta. Nahe dem dortigen Busbahnhof befindet sich ein Aussichtspunkt, der einen weiten Blick auf die oberen Flussabschnitte ermöglicht. Für den Abstieg und die Erkundung der tieferen Kaskaden ist die Begleitung durch ortskundige Guides erforderlich. Kürzere Touren, die nur die ersten Stufen beinhalten, dauern rund drei Stunden, für alle Stufen sollte man einen ganzen Tag einplanen.
Ebony Forest
Rosentauben und Mauritiussittiche im aufgeforsteten Wald
Der Ebony Forest bei Chamarel ist ein etwa 50 Hektar großes Schutzgebiet für endemische Pflanzen- und Tierarten, wie die Trochetia, die Rosentaube oder der Mauritiussittich. Mit umfangreichen Aufforstungsprojekten möchte man dem durch den Menschen verursachten Waldschwund entgegenwirken, der auf der gesamten Insel weniger als 2% der ursprünglichen Bewaldung übriggelassen hat. Die Rettung des Waldes und seiner Bewohner ist ein Langzeitprojekt, das unter anderem von den Einnahmen eines ökologisch verträglichen Tourismus lebt. So werden für Besuchende Aktivitäten wie geführte Spaziergänge auf den hölzernen Baumwipfelpfaden, Vogelbeobachtungen oder Urwald-Safaris angeboten. Gleichzeitig soll so ein größeres Bewusstsein für die Herausforderungen geschaffen werden, vor denen der Naturschutz steht.
L'Île aux Bénitiers
Geschützte Korallensandinsel in der Lagune
Die Île aux Bénitiers ist eine rund zwei Kilometer lange und 500 Meter breite Korallensandinsel in der geschützten Lagune vor der Südwestküste von Mauritius. Das unbewohnte Eiland liegt etwa einen halben Kilometer vor dem Küstenort La Gaulette und unweit der historischen Halbinsel Le Morne Brabant. Während Mauritius von Kolonialmächten geprägt wurde, blieb dieses Eiland von dauerhafter Besiedlung verschont. Das Inland präsentiert sich grün, dicht bewachsen und nahezu unberührt. Die umgebende Lagune ist kristallklar, weitläufig und flach, wodurch sie sich ideal zum Schnorcheln eignet. Neben weißen Sandstränden und Kokospalmen besticht die vielfältige Unterwasserwelt durch große, intakte Korallenfelder. Man erreicht die Île aux Bénitiers mit einem Katamaran oder Speedboot.
Morne Brabant
Symbol des Widerstands
Im Süden von Mauritius befindet sich der 556 Meter hohe Berg Le Morne Brabant, von dem man einen weiten Blick über die ihn umgebende Landschaft hat und der aufgrund seiner Geschichte zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Im 17. Jahrhundert wurden die ersten Sklaven auf die Tabak- und Zuckerrohrplantagen der Insel gebracht. Die Klippen und Wälder des Bergs waren ein ideales Versteck für geflohene Sklaven, die sogenannten Maroons. Diese errichteten sogar kleine Siedlungen, in denen sie bis zur Abschaffung der Sklaverei ausharren konnten. Am 1. Februar 1835 wurde der Berg auf traurige Weise zum Symbol des Widerstandes, als Hunderte von entlaufenen Sklaven hier zu Tode kamen. Mitglieder der Armee sollen den Berg bestiegen haben, um den Sklaven mitzuteilen, dass sie frei seien. Diese deuteten es allerdings als Versuch, sie erneut in Gefangenschaft zu nehmen und stürzten sich von den Klippen in den Tod.
Grand Bassin
Hinduistische Pilgerstätte am Kratersee
Ende des 18. Jahrhunderts machte sich ein Hindu-Priester aus Mauritius auf zu einer Pilgerreise nach Indien. Bei der Rückkehr hatte er ein heiliges Mitbringsel im Gepäck: Wasser aus dem Ganges, das er in einen Kratersee in den Bergen von Mauritius leerte. Seitdem gilt das Grand Bassin als eine der bedeutendsten Hindu-Pilgerstätten außerhalb Indiens. Heute stehen dort mehrere Tempel und Statuen von Hindu-Gottheiten. Neben den Räucherstäbchen auf den Opfersteinen liegen Bananen, Äpfel oder Kokosnüsse. Im Haupttempel kann man einer Zeremonie beiwohnen und sich ein Segnungszeichen auf die Stirn malen lassen. Der Weg zu dieser heiligen Stätte führt über eine breite Straße, auf der alljährlich zum Fest „Maha Shivaratri“ ein Zug von hunderttausenden Pilgern in Richtung Grand Bassin zieht.
Rhumerie de Chamarel
Führungen durch eine Rumfabrik mit Verkostung
Obwohl der Anteil in den letzten Jahren sank, prägt Zuckerrohr noch immer rund die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche von Mauritius. Während der Großteil des mauritischen Rums aus Melasse hergestellt wird, setzt die renommierte Rhumerie de Chamarel auf ein besonderes Verfahren: Sie produziert edlen Rhum Agricole direkt aus frischem Zuckerrohrsaft. Während der Erntezeit von Juni bis November können Besucher in der Fabrik den gesamten Herstellungsprozess hautnah miterleben. Ein Rundgang führt von den imposanten Destillationsanlagen aus Kupfer bis hin zum Fasslager. Dort reift der Rum je nach Sorte – vom hellen Gold Rum bis zum komplexen VSOP – zwischen 18 Monaten und über vier Jahren in Eichenholzfässern, bevor die Führung bei einer Verkostung der verschiedenen Rumsorten endet.
Gorges Viewpoint
Bester Blick über das grüne Herz der Insel
Der Gorges Viewpoint befindet sich im Südwesten von Mauritius an der Straße zwischen Chamarel und Le Pétrin. Die berühmte Aussichtsplattform liegt im weitläufigen Black-River-Gorges-Nationalpark, dem bedeutendsten Naturschutzgebiet der Insel, welches bereits im Jahr 1994 zum Schutz der einheimischen Flora und Fauna ins Leben gerufen wurde. Vom Parkplatz aus führt ein kurzer Fußweg vorbei an lokalen Souvenirbuden direkt vor an die Kante der tiefen Schlucht des „Schwarzen Flusses“. Von hier aus eröffnet sich ein spektakulärer Weitblick über das tiefgrüne, dicht bewaldete Tal, das sich bis zur fernen Küste bei Flic en Flac erstreckt. Flankiert wird das Tal auf der linken Seite vom Piton de la Petite Rivière Noire, der mit 828 Metern höchsten Erhebung von Mauritius; auf der rechten Seite stürzt der Black River Wasserfall geradewegs in die Tiefe.
Flic en Flac
Sonne, Strand und Streetfood
Der klangvolle Name des ehemaligen Fischerortes ist vermutlich aus dem niederländischen Ausdruck „Fried Landt Flaak“ hervorgegangen, der übersetzt soviel bedeutet wie „freies, flaches Land“. Der Strand von Flic en Flac zählt zu den längsten Stränden der Insel und reicht bis zur Bucht von Tamarin. Das seichte Wasser eignet sich gut zum Schwimmen und Schnorcheln, denn dank eines vorgelagerten Korallenriffs bleibt man in Strandnähe vor stärkerem Wellengang geschützt. Entlang der Promenade locken zahlreiche Streetfood-Stände mit lokalen Spezialitäten zum Schlemmen und Verweilen.
Aufenthalt
Das Resort befindet sich in einer ruhigen Lage am Ende einer Sackgasse direkt am Strand der Tamarin-Bucht. Die insgesamt 91 Gästezimmer sind geräumig gestaltet und bieten alle einen freien Blick auf das Wasser. Der Tag beginnt mit einem Frühstück, bei dem das Küchenteam neben exotischem Obst auch Eier und Omeletts nach den Wünschen der Gäste frisch zubereitet. Für das Abendessen stehen drei verschiedene Restaurants zur Auswahl, die kreolische, indische und europäische Menüs auf der Karte führen. Der angrenzende Sandstrand ist mit Liegestühlen ausgestattet und dient als Ausgangspunkt für zahlreiche Aktivitäten auf dem Wasser. Zum kostenfreien oder zubuchbaren Angebot vor Ort gehören Windsurfen, Wasserski und Kajakfahren. Zudem werden Fahrten mit dem Glasbodenboot sowie Schnorchelausflüge zum nahegelegenen Riff organisiert.
Sehenswertes
Le Morne
Ein Paradies für Wassersportler
Der azurblaue Himmel über der Halbinsel Le Morne ist fast immer von bunten Punkten übersät: Es sind die Kites, die elegant über den Wellenkämmen des Indischen Ozeans tanzen. Dank erstklassiger Passatwinde, die von Mai bis November verlässlich mit 15 bis 25 Knoten wehen, hat sich der Ort im Südwesten von Mauritius zu einem echten Weltklasse-Spot entwickelt. Das Revier fasziniert durch seine Vielseitigkeit. In der stehtiefen, spiegelglatten Lagune finden Einsteiger ein sicheres Trainingsgebiet, während die anspruchsvollen Wellen am vorgelagerten Korallenriff selbst Profis alles abverlangen.
Tamarin Falls
Siebenstufige Kaskade im zentralen Hochland
Die im zentralen Hochland von Mauritius gelegenen Tamarin Falls, auch bekannt als Les Sept Cascades, umfassen sieben aufeinanderfolgende Wasserstufen, die Höhenunterschiede von bis zu 45 Metern überwinden. Jede dieser Stufen mündet in ein natürliches Felstauchbecken. Die historische Entstehung der Kaskaden ist eng mit der vulkanischen Aktivität der Insel und dem Verlauf des Rivière Tamarin verknüpft. Der einzige öffentliche Zugang zur Region verläuft über das Dorf Henrietta. Nahe dem dortigen Busbahnhof befindet sich ein Aussichtspunkt, der einen weiten Blick auf die oberen Flussabschnitte ermöglicht. Für den Abstieg und die Erkundung der tieferen Kaskaden ist die Begleitung durch ortskundige Guides erforderlich. Kürzere Touren, die nur die ersten Stufen beinhalten, dauern rund drei Stunden, für alle Stufen sollte man einen ganzen Tag einplanen.
Siebenfarbige Erde
Überirdisches Farbspektakel
Ein Naturwunder befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den Wasserfällen von Chamarel: Die Siebenfarbige Erde ist aus verwitterter Lavaerde entstanden. Aufgrund der extremen Nährstoffarmut des Bodens wachsen hier keine Pflanzen. Wie in einer Mondlandschaft liegt das wellige Terrain frei und schimmert in Nuancen von Violett, Blau und Grün bis hin zu roten und ockerfarbenen Tönen. Das Farbspektakel, das auf eine hohe Konzentration von Eisen- und Aluminiumoxiden zurückzuführen ist, ist ein Eldorado für Fotografen. Auf dem Gelände befindet sich außerdem ein Gehege mit Aldabra-Riesenlandschildkröten.
Chamarel-Wasserfälle
Höchster Wasserfall der Insel
Zwei Kilometer südlich von Chamarel fährt man vorbei an Feldern mit Ananas, Mangos, Maracujas und den berühmten Kaffeesträuchern der Region. Am Ende der Straße steht man vor einem echten Naturwunder: Der Chamarel-Wasserfall ist der höchste des Landes und stürzt spektakulär rund 100 Meter in die Tiefe. Je nach Wassermenge spaltet sich der Fluss Saint Denis an der Kante in zwei parallel herabstürzende Wasserfälle auf. Vom Parkplatz aus führt eine Treppe bequem zu einer Aussichtsplattform, die einen Panoramablick über die gesamte Schlucht bietet. Wer den Blick schweifen lässt, entdeckt in den Baumkronen oder am Himmel oft die seltenen mauritischen Flughunde, die in den unberührten Wäldern der Schlucht ein geschütztes Zuhause gefunden haben.
Zentralmarkt von Port Louis
Unbekannte Gewürze, exotische Düfte
Der Markt in der Hauptstadt Port Louis gleicht einer großen Obst- und Gemüsehalle, in der Farben und Formen keine Grenzen kennen. Neben zu Bergen aufgetürmten Mangos, Bananen, Passionsfrüchten, Ananas und Kokosnüssen machen nie gesehene Früchte wie die Ufo- oder die Stinkfrucht neugierig. Der Blick fällt auf die vielen verschiedenen Zuckerarten an den Gewürzständen: weißer, heller und dunkler Rohrzucker oder auch aromatisierter Zucker. Nebenan in der Fischhalle gibt es Mondfische, Papageienfische, Thunfische und andere frisch gefangene Meerestiere zum Verkauf. Souvenirs natürlich auch. Wie den Dodo, das Nationaltier – eine Mischung aus Vogel und Riesenente, rund einen Meter groß, flugunfähig und ausgestorben.
Botanischer Garten von Pamplemousses
Riesenseerosen, Ebenholzbäume und Palmen
Der im Norden von Mauritius gelegene Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden gilt als der älteste botanische Garten der südlichen Hemisphäre und erstreckt sich über eine Fläche von 37 Hektar. Die im 18. Jahrhundert begründete Anlage erlangte internationale Bekanntheit durch ihre großen Teiche mit Amazonas-Riesenseerosen, deren tragfähige Blätter enorme Ausmaße erreichen. Zum botanischen Bestand zählt zudem die seltene Talipot-Palme, welche erst nach einer Wachstumsphase von 40 bis 60 Jahren eine einmalige Blüte ausbildet und anschließend abstirbt. Im Zentrum des Areals befindet sich das unter Denkmalschutz stehende Kolonialhaus Château Mon Plaisir, das repräsentativen Staatsempfängen vorbehalten bleibt. Den Haupteingang bildet ein kunstvolles, schmiedeeisernes Tor, welches auf der Londoner Weltausstellung von 1862 mit einem Preis ausgezeichnet wurde.
Maheswarnath Shiv Mandir Tempel
Wiege der Gango-Talao-Wallfahrt
Am nördlichen Ortsausgang von Triolet befindet sich der größte hinduistische Tempelkomplex von Mauritius. Das Hauptgebäude der Anlage, der Maheswarnath-Tempel, wurde zwischen 1888 und 1891 errichtet und ist dem Gott Shiva gewidmet. Von diesem Ort nahm die Tradition der alljährlichen Wallfahrt zum heiligen Kratersee Ganga Talao, dem vormaligen Grand Bassin im südwestlichen Bergland, ihren Anfang. Die Pilgerreise findet im Rahmen des Festes Maha Shivaratri statt, welches die Vereinigung von Shiva und Parvati zelebriert. Gläubige bringen an den Schreinen des Seeufers Opfergaben dar und transportieren rituell abgeschöpftes Wasser zu Fuß zurück in ihre Heimatorte, um dort die lokalen Götterfiguren zu weihen. Dieser Brauch gründet auf der Vision eines Priesters aus Triolet im Jahr 1897, dem im Traum eine spirituelle Verbindung zwischen dem mauritischen Gewässer und dem heiligen Fluss Ganges offenbart wurde.
L'Île aux Bénitiers
Geschützte Korallensandinsel in der Lagune
Die Île aux Bénitiers ist eine rund zwei Kilometer lange und 500 Meter breite Korallensandinsel in der geschützten Lagune vor der Südwestküste von Mauritius. Das unbewohnte Eiland liegt etwa einen halben Kilometer vor dem Küstenort La Gaulette und unweit der historischen Halbinsel Le Morne Brabant. Während Mauritius von Kolonialmächten geprägt wurde, blieb dieses Eiland von dauerhafter Besiedlung verschont. Das Inland präsentiert sich grün, dicht bewachsen und nahezu unberührt. Die umgebende Lagune ist kristallklar, weitläufig und flach, wodurch sie sich ideal zum Schnorcheln eignet. Neben weißen Sandstränden und Kokospalmen besticht die vielfältige Unterwasserwelt durch große, intakte Korallenfelder. Man erreicht die Île aux Bénitiers mit einem Katamaran oder Speedboot.
Ebony Forest
Rosentauben und Mauritiussittiche im aufgeforsteten Wald
Der Ebony Forest bei Chamarel ist ein etwa 50 Hektar großes Schutzgebiet für endemische Pflanzen- und Tierarten, wie die Trochetia, die Rosentaube oder der Mauritiussittich. Mit umfangreichen Aufforstungsprojekten möchte man dem durch den Menschen verursachten Waldschwund entgegenwirken, der auf der gesamten Insel weniger als 2% der ursprünglichen Bewaldung übriggelassen hat. Die Rettung des Waldes und seiner Bewohner ist ein Langzeitprojekt, das unter anderem von den Einnahmen eines ökologisch verträglichen Tourismus lebt. So werden für Besuchende Aktivitäten wie geführte Spaziergänge auf den hölzernen Baumwipfelpfaden, Vogelbeobachtungen oder Urwald-Safaris angeboten. Gleichzeitig soll so ein größeres Bewusstsein für die Herausforderungen geschaffen werden, vor denen der Naturschutz steht.
Trou aux Cerfs
Vulkankrater in der Stadt
Mitten im lebendigen Zentrum der Stadt Curepipe, auf dem zentralen Hochplateau von Mauritius, verbirgt sich ein faszinierendes Naturdenkmal: der Trou aux Cerfs (übersetzt „Hirschloch“). Der imposante Vulkankrater entstand vor rund zwei Millionen Jahren während der geologischen Formationsphase der Insel. Auch wenn heute friedliche Stille über dem Ort liegt, ist der Vulkan nicht vollständig erloschen, sondern gilt in der Geologie als schlafend. Der Kraterrand thront auf gut 605 Metern über dem Meeresspiegel und eröffnet einen gigantischen Kraterkessel von rund 350 Metern Durchmesser und 100 Metern Tiefe. Wo einst glühende Lava brodelte, hat sich die Natur das Terrain längst zurückerobert: Das Innere des Kraters ist von einem dichten, smaragdgrünen Wald bewachsen, in dessen Zentrum sich ein kleiner, mystischer Kratersee gebildet hat. Eine Panorama-Straße führt einmal komplett um den Kraterrand herum. Sie dient Einheimischen als beliebte Joggingstrecke und Reisenden als perfekter Spazierweg. Vom Rand aus eröffnet sich ein spektakulärer 360-Grad-Blick über die Insel. Bei guter Sicht reicht das Panorama über die markante Moka-Bergkette und den Berg Rempart bis weit hinauf zu den glitzernden Küsten des Indischen Ozeans. Es besteht auch die Möglichkeit, an einer Seite des Kraters über einen kleinen Trampelpfad bis zum Wasserlevel hinunterzuklettern. Achtung: Festes Schuhwerk ist notwendig. Der Pfad kann zum Teil steil und rutschig sein.
Morne Brabant
Symbol des Widerstands
Im Süden von Mauritius befindet sich der 556 Meter hohe Berg Le Morne Brabant, von dem man einen weiten Blick über die ihn umgebende Landschaft hat und der aufgrund seiner Geschichte zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Im 17. Jahrhundert wurden die ersten Sklaven auf die Tabak- und Zuckerrohrplantagen der Insel gebracht. Die Klippen und Wälder des Bergs waren ein ideales Versteck für geflohene Sklaven, die sogenannten Maroons. Diese errichteten sogar kleine Siedlungen, in denen sie bis zur Abschaffung der Sklaverei ausharren konnten. Am 1. Februar 1835 wurde der Berg auf traurige Weise zum Symbol des Widerstandes, als Hunderte von entlaufenen Sklaven hier zu Tode kamen. Mitglieder der Armee sollen den Berg bestiegen haben, um den Sklaven mitzuteilen, dass sie frei seien. Diese deuteten es allerdings als Versuch, sie erneut in Gefangenschaft zu nehmen und stürzten sich von den Klippen in den Tod.
Grand Bassin
Hinduistische Pilgerstätte am Kratersee
Ende des 18. Jahrhunderts machte sich ein Hindu-Priester aus Mauritius auf zu einer Pilgerreise nach Indien. Bei der Rückkehr hatte er ein heiliges Mitbringsel im Gepäck: Wasser aus dem Ganges, das er in einen Kratersee in den Bergen von Mauritius leerte. Seitdem gilt das Grand Bassin als eine der bedeutendsten Hindu-Pilgerstätten außerhalb Indiens. Heute stehen dort mehrere Tempel und Statuen von Hindu-Gottheiten. Neben den Räucherstäbchen auf den Opfersteinen liegen Bananen, Äpfel oder Kokosnüsse. Im Haupttempel kann man einer Zeremonie beiwohnen und sich ein Segnungszeichen auf die Stirn malen lassen. Der Weg zu dieser heiligen Stätte führt über eine breite Straße, auf der alljährlich zum Fest „Maha Shivaratri“ ein Zug von hunderttausenden Pilgern in Richtung Grand Bassin zieht.
Rochester Falls
Breitester Wasserfall der Insel
Die Rochester Falls im Süden von Mauritius bilden den breitesten Wasserfall der Insel, der circa zehn Meter über Lavagestein in ein bewachsenes Flussbett herabfällt. Er liegt umgeben von Zuckerrohr- und Bananenplantagen zwischen den Ortschaften Souillac und St Felix. Vom kleinen Parkplatz aus kann man auf den Wasserfall blicken, es gibt jedoch auch einen Pfad hinunter, wo man einen Spaziergang am Flussbett entlang machen kann. Ab und zu springen Wagemutige den Wasserfall hinunter – davon wird jedoch abgeraten, da das Becken nicht immer tief genug ist. Ein wenig Vorsicht ist auch geboten, wenn Einheimische sich ungefragt als Begleitung aufdrängen und nachher um Geld dafür bitten.
Vallée de Ferney
Naturreservat für bedrohte Tier- und Pflanzenarten
Das rund 200 Hektar große Naturreservat liegt in einem Tal am Fuße des Lion Mountain. Seit das Gebiet im Jahr 2007 unter Schutz gestellt wurde, wurden große Bemühungen zum Erhalt endemischer Pflanzen- und Tierarten unternommen. So wurden unter anderem über 30.000 heimische Pflanzen gesetzt und rund 200 Exemplare bedrohter Vogelarten ausgewildert. Zudem soll auf ausgewählten Flächen eine nachhaltige Bewirtschaftung etabliert werden, von der Mensch und Natur gleichermaßen profitieren. Erkundet werden kann das Vallée de Ferney im Rahmen geführter Wanderungen sowie auf einem gut ausgeschilderten Netz öffentlicher Wege.
Trou aux Biches
Vom Fischerdorf zum Urlaubsparadies
Trou aux Biches liegt an der Nordwestküste von Mauritius im Distrikt Pamplemousses, etwa 20 Kilometer nördlich der Hauptstadt Port Louis. Einst als kleines, beschauliches Fischerdorf gegründet, begann in den 1970er Jahren der Wandel zu einem bedeutenden touristischen Zentrum der Insel. Ausschlaggebend hierfür war die Eröffnung des ersten großen Strandresorts der Region. Trotz dieser Entwicklung hat sich der Ort seinen charmanten Charakter bewahrt. Heute ist Trou aux Biches vor allem für seinen rund zwei Kilometer langen, feinsandigen Strand bekannt, der flach in eine von Korallenriffen geschützte, türkisfarbene Lagune abfällt. Die Gewässer bieten optimale Bedingungen für Wassersportarten wie Tauchen und Schnorcheln, während im Hinterland moderne touristische Infrastruktur und historische Küstenabschnitte aufeinandertreffen.
Île aux Aigrettes
Naturreservat vor der Küste
Die kleine Insel liegt in der Bucht von Grand Port weniger als einen Kilometer von der Küste entfernt. Im Gegensatz zur Hauptinsel ist die Île aux Aigrettes nicht vulkanischen Ursprungs, sondern besteht aus Korallenkalkstein. 1965, nachdem die endemische Flora und Fauna durch Abholzung und die durch den Menschen verursachte Ausbreitung invasiver Spezies stark verringert worden war, wurde die Insel zum Naturreservat erklärt. Seitdem gibt es durch die Mauritian Wildlife Foundation intensive Aufforstungsarbeiten und andere Schutzprojekte zum Erhalt und zur Regeneration der einzigartigen Natur. Neben den letzten Überresten einer besonderen Form des Küstenwaldes sind auch die seltenen Rosentauben sowie die Aldabra-Riesenschildkröte auf der Insel vorzufinden. Besucher können die Insel im Rahmen geführter Ausflüge erkunden.
Rhumerie de Chamarel
Führungen durch eine Rumfabrik mit Verkostung
Obwohl der Anteil in den letzten Jahren sank, prägt Zuckerrohr noch immer rund die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche von Mauritius. Während der Großteil des mauritischen Rums aus Melasse hergestellt wird, setzt die renommierte Rhumerie de Chamarel auf ein besonderes Verfahren: Sie produziert edlen Rhum Agricole direkt aus frischem Zuckerrohrsaft. Während der Erntezeit von Juni bis November können Besucher in der Fabrik den gesamten Herstellungsprozess hautnah miterleben. Ein Rundgang führt von den imposanten Destillationsanlagen aus Kupfer bis hin zum Fasslager. Dort reift der Rum je nach Sorte – vom hellen Gold Rum bis zum komplexen VSOP – zwischen 18 Monaten und über vier Jahren in Eichenholzfässern, bevor die Führung bei einer Verkostung der verschiedenen Rumsorten endet.
Gorges Viewpoint
Bester Blick über das grüne Herz der Insel
Der Gorges Viewpoint befindet sich im Südwesten von Mauritius an der Straße zwischen Chamarel und Le Pétrin. Die berühmte Aussichtsplattform liegt im weitläufigen Black-River-Gorges-Nationalpark, dem bedeutendsten Naturschutzgebiet der Insel, welches bereits im Jahr 1994 zum Schutz der einheimischen Flora und Fauna ins Leben gerufen wurde. Vom Parkplatz aus führt ein kurzer Fußweg vorbei an lokalen Souvenirbuden direkt vor an die Kante der tiefen Schlucht des „Schwarzen Flusses“. Von hier aus eröffnet sich ein spektakulärer Weitblick über das tiefgrüne, dicht bewaldete Tal, das sich bis zur fernen Küste bei Flic en Flac erstreckt. Flankiert wird das Tal auf der linken Seite vom Piton de la Petite Rivière Noire, der mit 828 Metern höchsten Erhebung von Mauritius; auf der rechten Seite stürzt der Black River Wasserfall geradewegs in die Tiefe.
Vieux Grand Port
Auf den Spuren der ersten Inselbewohner
Als die Niederländer im Jahr 1598 zum ersten Mal nach Mauritius kamen, betraten sie die Insel von einer Bucht am Fuße des sogenannten Löwenbergs. 40 Jahre später entstand dort eine niederländische Siedlung, die um 1710 dann den Franzosen überlassen wurde und deren Ruinen man noch heute besichtigen kann. Unter anderem befinden sich hier die Überreste eines Forts der Niederländischen Ostindien-Kompanie sowie ein holländischer Friedhof. Das Frederik Hendrik Museum, benannt nach einem Statthalter des 17. Jahrhunderts und eingebettet in einen tropischen Garten, bietet mit jahrhundertealten Karten sowie Gemälden und anderen Artefakten einen Einblick in die Kolonialgeschichte der Insel.
Wanderung zum Lion Mountain
Herausfordernde Kletterpartie zum „Kopf des Löwen“
Die Wanderung beginnt an der Polizeistation von Old Grand Port und hinauf zum Lion Mountain. Ein Fußweg führt zunächst durch die Zuckerrohrfelder bergauf. Der Anstieg startet recht moderat, wird jedoch zunehmend steiler. Auch der Untergrund wird nach etwa einem Kilometer deutlich herausfordernder. So führt der Pfad, der teilweise nur schwer erkennbar ist, durch einen Wald, wo es einige Felsbrocken zu überklettern gilt. Die seitlich wachsenden Bäume sowie das Wurzelwerk können als Griffhilfen genutzt werden. Einmal auf dem „Rücken des Löwen“ angekommen, flacht das Terrain wieder ab. Dennoch erfordert der Weg weiterhin Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Um zum Gipfel, dem „Kopf des Löwen“ zu gelangen, folgt schließlich eine letzte Kletterpartie. Besondere Vorsicht ist an einer schmalen Felsspalte geboten, die man passieren muss und hinter der das Terrain plötzlich stark abfällt. Belohnt wird man oben mit einer tollen Vogelperspektive über die Insel und den Ozean.
(Hin und zurück: 3,8 Kilometer, 2:20 Stunden, auf und ab: 340 Meter)
Pointe d'Esny Beach
Bilderbuchstrand
Der Pointe d’Esny Beach befindet sich an der Südostküste von Mauritius im Distrikt Grand Port und liegt nur wenige Kilometer von der historischen Stadt Mahebourg entfernt. Historisch hat sich der Ort als ruhige Küstenregion entwickelt, die ihren exklusiven, naturnahen Charakter bewahren konnte. Der feine, weiße Sandstrand erstreckt sich entlang einer weiten, flachen Lagune, die durch ein vorgelagertes Korallenriff geschützt wird. Dieses Naturdenkmal sorgt für ruhige Gewässer und bietet optimale Bedingungen zum Schwimmen, Windsurfen sowie Schnorcheln im artenreichen Ökosystem. Da der Zugang zum Ufer durch private Grundstücke begrenzt ist, gilt der Strand als friedlicher Rückzugsort abseits des Massentourismus. Von der Küstenstraße aus führen jedoch einzelne öffentliche Fußwege direkt zum Strand.
Grand Baie
Goldene Strände und buntes Nachtleben auf Mauritius
Grand Baie liegt an der Nordküste von Mauritius und umschließt eine geschützte, hufeisenförmige Bucht mit ruhigem, türkisfarbenem Wasser und berühmten goldweißen Stränden. Geografisch liegt der Ort genau auf der Grenze zweier Distrikte: Der westliche Stadtteil zählt zum Distrikt Pamplemousses, der östliche zu Rivière du Rempart. Das einst beschauliche Fischerdorf hat sich seit dem späten 20. Jahrhundert zum wichtigsten touristischen Zentrum der Insel entwickelt. Trotz der modernen Infrastruktur erinnern die traditionellen, bunten Boote der einheimischen Fischer, die noch immer in der Bucht vor Anker liegen, an die historischen Wurzeln der Küstensiedlung. Der lange Sandstrand lädt zum Entspannen ein und das ruhige, türkisfarbene Wasser der Bucht bietet ideale Bedingungen zum Segeln und Schwimmen. Zudem ist der Ort der zentrale Ausgangspunkt für Bootsausflüge zu den vorgelagerten nördlichen Inseln. Entlang der Küstenstraße reihen sich zahlreiche Restaurants, Boutiquen und Cafés aneinander. Wenn die Sonne untergeht, zeigt die Stadt ihr zweites Gesicht: Vor allem entlang der Küstenstraße pulsiert am Abend das Leben. Die zahlreichen Restaurants, Bars und Clubs füllen sich schnell, und das vielseitige Unterhaltungsangebot sorgt dafür, dass hier gerne bis mitten in die Nacht ausgelassen getanzt und gefeiert wird.
Aufenthalt
Das Boutique-Hotel versteckt sich im Nordwesten der Insel, bei Pointe aux Canonniers. Bei nur 20 Gästezimmern bleibt die Atmosphäre persönlich. Schnell lernt man das gesamte Team kennen, das sich äußerst aufmerksam um die Gäste kümmert. Das Hotel besitzt zwar einen direkten Zugang zum Meer, der Untergrund ist an diesem Abschnitt der Küste jedoch eher steinig. Wer einen schönen Badestrand sucht, kann einen Ausflug zum nahe gelegenen Strand von Mon Choisy unternehmen. Es lohnt sich jedoch am späten Nachmittag zurück zu sein. Dann gibt es den Afternoon Tea, bei dem frischer Kaffee und Kuchen in entspannter Atmosphäre auf der Terrasse serviert werden.
Sehenswertes
Maheswarnath Shiv Mandir Tempel
Wiege der Gango-Talao-Wallfahrt
Am nördlichen Ortsausgang von Triolet befindet sich der größte hinduistische Tempelkomplex von Mauritius. Das Hauptgebäude der Anlage, der Maheswarnath-Tempel, wurde zwischen 1888 und 1891 errichtet und ist dem Gott Shiva gewidmet. Von diesem Ort nahm die Tradition der alljährlichen Wallfahrt zum heiligen Kratersee Ganga Talao, dem vormaligen Grand Bassin im südwestlichen Bergland, ihren Anfang. Die Pilgerreise findet im Rahmen des Festes Maha Shivaratri statt, welches die Vereinigung von Shiva und Parvati zelebriert. Gläubige bringen an den Schreinen des Seeufers Opfergaben dar und transportieren rituell abgeschöpftes Wasser zu Fuß zurück in ihre Heimatorte, um dort die lokalen Götterfiguren zu weihen. Dieser Brauch gründet auf der Vision eines Priesters aus Triolet im Jahr 1897, dem im Traum eine spirituelle Verbindung zwischen dem mauritischen Gewässer und dem heiligen Fluss Ganges offenbart wurde.
Botanischer Garten von Pamplemousses
Riesenseerosen, Ebenholzbäume und Palmen
Der im Norden von Mauritius gelegene Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden gilt als der älteste botanische Garten der südlichen Hemisphäre und erstreckt sich über eine Fläche von 37 Hektar. Die im 18. Jahrhundert begründete Anlage erlangte internationale Bekanntheit durch ihre großen Teiche mit Amazonas-Riesenseerosen, deren tragfähige Blätter enorme Ausmaße erreichen. Zum botanischen Bestand zählt zudem die seltene Talipot-Palme, welche erst nach einer Wachstumsphase von 40 bis 60 Jahren eine einmalige Blüte ausbildet und anschließend abstirbt. Im Zentrum des Areals befindet sich das unter Denkmalschutz stehende Kolonialhaus Château Mon Plaisir, das repräsentativen Staatsempfängen vorbehalten bleibt. Den Haupteingang bildet ein kunstvolles, schmiedeeisernes Tor, welches auf der Londoner Weltausstellung von 1862 mit einem Preis ausgezeichnet wurde.
Zentralmarkt von Port Louis
Unbekannte Gewürze, exotische Düfte
Der Markt in der Hauptstadt Port Louis gleicht einer großen Obst- und Gemüsehalle, in der Farben und Formen keine Grenzen kennen. Neben zu Bergen aufgetürmten Mangos, Bananen, Passionsfrüchten, Ananas und Kokosnüssen machen nie gesehene Früchte wie die Ufo- oder die Stinkfrucht neugierig. Der Blick fällt auf die vielen verschiedenen Zuckerarten an den Gewürzständen: weißer, heller und dunkler Rohrzucker oder auch aromatisierter Zucker. Nebenan in der Fischhalle gibt es Mondfische, Papageienfische, Thunfische und andere frisch gefangene Meerestiere zum Verkauf. Souvenirs natürlich auch. Wie den Dodo, das Nationaltier – eine Mischung aus Vogel und Riesenente, rund einen Meter groß, flugunfähig und ausgestorben.
Tamarin Falls
Siebenstufige Kaskade im zentralen Hochland
Die im zentralen Hochland von Mauritius gelegenen Tamarin Falls, auch bekannt als Les Sept Cascades, umfassen sieben aufeinanderfolgende Wasserstufen, die Höhenunterschiede von bis zu 45 Metern überwinden. Jede dieser Stufen mündet in ein natürliches Felstauchbecken. Die historische Entstehung der Kaskaden ist eng mit der vulkanischen Aktivität der Insel und dem Verlauf des Rivière Tamarin verknüpft. Der einzige öffentliche Zugang zur Region verläuft über das Dorf Henrietta. Nahe dem dortigen Busbahnhof befindet sich ein Aussichtspunkt, der einen weiten Blick auf die oberen Flussabschnitte ermöglicht. Für den Abstieg und die Erkundung der tieferen Kaskaden ist die Begleitung durch ortskundige Guides erforderlich. Kürzere Touren, die nur die ersten Stufen beinhalten, dauern rund drei Stunden, für alle Stufen sollte man einen ganzen Tag einplanen.
Trou aux Biches
Vom Fischerdorf zum Urlaubsparadies
Trou aux Biches liegt an der Nordwestküste von Mauritius im Distrikt Pamplemousses, etwa 20 Kilometer nördlich der Hauptstadt Port Louis. Einst als kleines, beschauliches Fischerdorf gegründet, begann in den 1970er Jahren der Wandel zu einem bedeutenden touristischen Zentrum der Insel. Ausschlaggebend hierfür war die Eröffnung des ersten großen Strandresorts der Region. Trotz dieser Entwicklung hat sich der Ort seinen charmanten Charakter bewahrt. Heute ist Trou aux Biches vor allem für seinen rund zwei Kilometer langen, feinsandigen Strand bekannt, der flach in eine von Korallenriffen geschützte, türkisfarbene Lagune abfällt. Die Gewässer bieten optimale Bedingungen für Wassersportarten wie Tauchen und Schnorcheln, während im Hinterland moderne touristische Infrastruktur und historische Küstenabschnitte aufeinandertreffen.
Cap Malheureux
Schiffsunglücke am nördlichen Kap
Das an der nördlichsten Spitze von Mauritius gelegene Cap Malheureux verdankt seine Bezeichnung als „Unglücks-Kap“ den tückischen Strömungen, die historisch zu zahlreichen Schiffsunglücken führten. Im Jahr 1810 erlangte der Küstenabschnitt strategische Bedeutung, als die britische Armee dort an Land ging und in der Folge die französische Kolonialherrschaft über die Insel beendete. Die am Meeresufer errichtete römisch-katholische Kapelle Notre-Dame Auxiliatrice bildet mit ihrem leuchtend roten Satteldach das zentrale visuelle Merkmal des Ortes. Die Architektur erzeugt ein marktführendes Fotomotiv inmitten einer Landschaft, die durch den Kontrast von hellem Sandstrand, tiefschwarzen Lavasteinen und dem türkisfarbenen Wasser des Indischen Ozeans geprägt ist. Von der Küste aus bietet sich zudem eine freie Sicht auf die vorgelagerte Insel Coin de Mire.
Bras d’Eau Nationalpark
Artenvielfalt, seltene Vögel und Wanderwege
Südlich von Roches Noires im Nordosten von Mauritius erstreckt sich der im Jahr 2011 gegründete Bras d'Eau National Park. Als zweiter terrestrischer Nationalpark der Insel erfüllt das Areal eine Schutzfunktion für die durch historischen Plantagenanbau stark zurückgedrängte biologische Vielfalt. Auf einer Fläche von knapp 500 Hektar wechseln sich dichte Bestände aus Mahagoni, Eukalyptus und Araukarien ab. Inmitten dieser Vegetation liegen die steinernen Ruinen eines im 19. Jahrhundert verlassenen Dorfes samt historischer Zuckermühle. Der Wald dient als Rückzugsgebiet für seltene, endemische Vogelarten, darunter der gefährdete Maskarenen-Paradiesschnäpper. Für die Erkundung stehen der „Coq de Bois Trail“ sowie dessen erweiterter Rundweg, der „Coq de Bois Loop“, zur Verfügung.
Trou aux Cerfs
Vulkankrater in der Stadt
Mitten im lebendigen Zentrum der Stadt Curepipe, auf dem zentralen Hochplateau von Mauritius, verbirgt sich ein faszinierendes Naturdenkmal: der Trou aux Cerfs (übersetzt „Hirschloch“). Der imposante Vulkankrater entstand vor rund zwei Millionen Jahren während der geologischen Formationsphase der Insel. Auch wenn heute friedliche Stille über dem Ort liegt, ist der Vulkan nicht vollständig erloschen, sondern gilt in der Geologie als schlafend. Der Kraterrand thront auf gut 605 Metern über dem Meeresspiegel und eröffnet einen gigantischen Kraterkessel von rund 350 Metern Durchmesser und 100 Metern Tiefe. Wo einst glühende Lava brodelte, hat sich die Natur das Terrain längst zurückerobert: Das Innere des Kraters ist von einem dichten, smaragdgrünen Wald bewachsen, in dessen Zentrum sich ein kleiner, mystischer Kratersee gebildet hat. Eine Panorama-Straße führt einmal komplett um den Kraterrand herum. Sie dient Einheimischen als beliebte Joggingstrecke und Reisenden als perfekter Spazierweg. Vom Rand aus eröffnet sich ein spektakulärer 360-Grad-Blick über die Insel. Bei guter Sicht reicht das Panorama über die markante Moka-Bergkette und den Berg Rempart bis weit hinauf zu den glitzernden Küsten des Indischen Ozeans. Es besteht auch die Möglichkeit, an einer Seite des Kraters über einen kleinen Trampelpfad bis zum Wasserlevel hinunterzuklettern. Achtung: Festes Schuhwerk ist notwendig. Der Pfad kann zum Teil steil und rutschig sein.
Grand River South East
Wasserfälle und üppige Vegetation
Der 34 Kilometer lange Grand River South East ist der längste Fluss auf Mauritius. Seine Quellen liegen in Zentralmauritius nahe dem Piton du Milieu. Auf seinem Weg zur Ostküste durchbricht das Gewässer eine tiefe Schlucht, die von der Bambous Mountain Range flankiert wird und von dichter, tropischer Vegetation geprägt ist. Vor der Mündung in die Bucht Anse Cunat bildet der Fluss breite Wasserfälle. Der Zugang zu diesen Kaskaden erfolgt primär über den Wasserweg per Boot vom offenen Meer aus. Der dichte Uferbewuchs entlang des Flusslaufes dient als Lebensraum für die einheimische Tierwelt, darunter Fledermäuse, Reiher, Weißschwanz-Tropikvögel sowie Gruppen von Javaneraffen. Die Mündungsregion wird zudem traditionell von lokalen Fischern genutzt.
Roches Noires
Lavahöhlen und Buchten
Das Küstendorf Roches Noires liegt im Nordosten von Mauritius und verdankt seinen Namen den auffälligen schwarzen Vulkanfelsen, die einen starken Kontrast zum türkisfarbenen Wasser der Lagune bilden. Abseits der großen Touristenströme bietet der Ort ruhige Sandstrände und ein faszinierendes Netz aus unterirdischen Lavatunneln, wie etwa die bekannte Cave Madame. In der Kolonialzeit dienten diese weitläufigen Höhlensysteme entflohenen Sklaven als sicherer Zufluchtsort. Später wurden sie von den Frauen des Dorfes als Waschplatz genutzt. Heute sind die Höhlen und die geschützten Küstenabschnitte ein beliebtes Ziel für Naturinteressierte und Erholungssuchende.
Aufenthalt
Das kleine Hotel liegt in Poste Lafayette an der Nordostküste, einer Region, die für ihre üppige Vegetation und schönen Strände mit Lavagestein bekannt ist. Gäste können hier in familiärer Atmosphäre einen ruhigen Aufenthalt in einem der 16 Zimmer verbringen, die sich auf zwei Gebäude verteilen und Meerblick haben. Im Garten mit Palmen gibt es zwei Pools mit Sonnenliegen und mehrere Terrassen, am privaten Strand stehen Kanus und Kajaks zur Nutzung bereit. Im Restaurant wird morgens das Frühstück serviert, abends wird mauritische Küche aus regionalen Produkten und frischen Meeresfrüchten angeboten. Zudem kann man in der Lounge-Bar Cocktails und Tapas genießen oder sich im Wellnessbereich bei einer Massage oder Beautyanwendung verwöhnen lassen.
Sehenswertes
Botanischer Garten von Pamplemousses
Riesenseerosen, Ebenholzbäume und Palmen
Der im Norden von Mauritius gelegene Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden gilt als der älteste botanische Garten der südlichen Hemisphäre und erstreckt sich über eine Fläche von 37 Hektar. Die im 18. Jahrhundert begründete Anlage erlangte internationale Bekanntheit durch ihre großen Teiche mit Amazonas-Riesenseerosen, deren tragfähige Blätter enorme Ausmaße erreichen. Zum botanischen Bestand zählt zudem die seltene Talipot-Palme, welche erst nach einer Wachstumsphase von 40 bis 60 Jahren eine einmalige Blüte ausbildet und anschließend abstirbt. Im Zentrum des Areals befindet sich das unter Denkmalschutz stehende Kolonialhaus Château Mon Plaisir, das repräsentativen Staatsempfängen vorbehalten bleibt. Den Haupteingang bildet ein kunstvolles, schmiedeeisernes Tor, welches auf der Londoner Weltausstellung von 1862 mit einem Preis ausgezeichnet wurde.
Bras d’Eau Nationalpark
Artenvielfalt, seltene Vögel und Wanderwege
Südlich von Roches Noires im Nordosten von Mauritius erstreckt sich der im Jahr 2011 gegründete Bras d'Eau National Park. Als zweiter terrestrischer Nationalpark der Insel erfüllt das Areal eine Schutzfunktion für die durch historischen Plantagenanbau stark zurückgedrängte biologische Vielfalt. Auf einer Fläche von knapp 500 Hektar wechseln sich dichte Bestände aus Mahagoni, Eukalyptus und Araukarien ab. Inmitten dieser Vegetation liegen die steinernen Ruinen eines im 19. Jahrhundert verlassenen Dorfes samt historischer Zuckermühle. Der Wald dient als Rückzugsgebiet für seltene, endemische Vogelarten, darunter der gefährdete Maskarenen-Paradiesschnäpper. Für die Erkundung stehen der „Coq de Bois Trail“ sowie dessen erweiterter Rundweg, der „Coq de Bois Loop“, zur Verfügung.
Mahébourg
Authentischer Charme und Kolonialgeschichte
Mahébourg, benannt nach dem französischen Gouverneur Mahé de Labourdonnais, ist mit knapp 20.000 Einwohnern das pulsierende Herz im Südosten von Mauritius. Da die Stadt weit weniger touristisch geprägt ist als andere Küstenorte, hat sie sich das traditionelle Flair eines beschaulichen Fischerstädtchens aus dem frühen 20. Jahrhundert weitestgehend bewahrt. Im gemütlichen Zentrum laden typisch mauritische Cafés und Restaurants dazu ein, die authentische, gelassene Atmosphäre der Insel zu genießen. Bei einem Spaziergang entlang der Uferpromenade öffnet sich der Blick weit über das azurblaue Meer und die vorgelagerten Inseln. Ein absolutes Highlight ist der Markt an der Rue Hollandaise, der als der bunteste und traditionellste Basar von Mauritius gilt. Neben frischem Obst, Gemüse, exotischen Gewürzen und lokalen Spezialitäten feilschen Händler hier auch mit Kleidung, Spielzeug und Alltagsgegenständen. Kulturbegeisterte sollten zudem die neugotische Kirche Notre Dame Des Anges und das Historische Museum ansehen. Letzteres ist in einem prachtvollen Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert untergebracht und lässt die packende koloniale Vergangenheit der Insel lebendig werden.
Aufenthalt
Das auf einer privaten Halbinsel gelegene Resort umfasst drei separate Strände und eine weitläufige Anlage mit einheimischen Pflanzen und Bäumen. Im Resort herrscht eine gesellige, familiäre Atmosphäre, wobei besonderer Wert auf Komfort, Essen, Gesundheit, Fitness und Wellness gelegt wird. Die individuellen Zimmer sind elegant möbliert und in ruhigen Farben gehalten und eröffnen einen Ausblick in den üppigen Garten oder auf das Meer. Insgesamt vier Restaurants und zwei Bars kümmern sich um das leibliche Wohl: Italienische, internationale und thailändische Küche werden ebenso angeboten wie Fischspezialitäten. In der Anlage befinden sich zwei Pools, an beiden sowie an den Stränden stehen Sonnenliegen und -schirme bereit. Zahlreiche Wassersportaktivitäten werden angeboten: u. a. Wasserski, Windsurfen, Segeln und Schnorcheln, Kajak, Tretboote. Zudem gibt es Tennisplätze, ein Fitnesscenter, Yogakurse und einen 9-Loch-Golfplatz. Gegen Gebühr werden auch Segel- und Tauchkurse angeboten.
Sehenswertes
Île aux Aigrettes
Naturreservat vor der Küste
Die kleine Insel liegt in der Bucht von Grand Port weniger als einen Kilometer von der Küste entfernt. Im Gegensatz zur Hauptinsel ist die Île aux Aigrettes nicht vulkanischen Ursprungs, sondern besteht aus Korallenkalkstein. 1965, nachdem die endemische Flora und Fauna durch Abholzung und die durch den Menschen verursachte Ausbreitung invasiver Spezies stark verringert worden war, wurde die Insel zum Naturreservat erklärt. Seitdem gibt es durch die Mauritian Wildlife Foundation intensive Aufforstungsarbeiten und andere Schutzprojekte zum Erhalt und zur Regeneration der einzigartigen Natur. Neben den letzten Überresten einer besonderen Form des Küstenwaldes sind auch die seltenen Rosentauben sowie die Aldabra-Riesenschildkröte auf der Insel vorzufinden. Besucher können die Insel im Rahmen geführter Ausflüge erkunden.
Vallée de Ferney
Naturreservat für bedrohte Tier- und Pflanzenarten
Das rund 200 Hektar große Naturreservat liegt in einem Tal am Fuße des Lion Mountain. Seit das Gebiet im Jahr 2007 unter Schutz gestellt wurde, wurden große Bemühungen zum Erhalt endemischer Pflanzen- und Tierarten unternommen. So wurden unter anderem über 30.000 heimische Pflanzen gesetzt und rund 200 Exemplare bedrohter Vogelarten ausgewildert. Zudem soll auf ausgewählten Flächen eine nachhaltige Bewirtschaftung etabliert werden, von der Mensch und Natur gleichermaßen profitieren. Erkundet werden kann das Vallée de Ferney im Rahmen geführter Wanderungen sowie auf einem gut ausgeschilderten Netz öffentlicher Wege.
Grand River South East
Wasserfälle und üppige Vegetation
Der 34 Kilometer lange Grand River South East ist der längste Fluss auf Mauritius. Seine Quellen liegen in Zentralmauritius nahe dem Piton du Milieu. Auf seinem Weg zur Ostküste durchbricht das Gewässer eine tiefe Schlucht, die von der Bambous Mountain Range flankiert wird und von dichter, tropischer Vegetation geprägt ist. Vor der Mündung in die Bucht Anse Cunat bildet der Fluss breite Wasserfälle. Der Zugang zu diesen Kaskaden erfolgt primär über den Wasserweg per Boot vom offenen Meer aus. Der dichte Uferbewuchs entlang des Flusslaufes dient als Lebensraum für die einheimische Tierwelt, darunter Fledermäuse, Reiher, Weißschwanz-Tropikvögel sowie Gruppen von Javaneraffen. Die Mündungsregion wird zudem traditionell von lokalen Fischern genutzt.
Rochester Falls
Breitester Wasserfall der Insel
Die Rochester Falls im Süden von Mauritius bilden den breitesten Wasserfall der Insel, der circa zehn Meter über Lavagestein in ein bewachsenes Flussbett herabfällt. Er liegt umgeben von Zuckerrohr- und Bananenplantagen zwischen den Ortschaften Souillac und St Felix. Vom kleinen Parkplatz aus kann man auf den Wasserfall blicken, es gibt jedoch auch einen Pfad hinunter, wo man einen Spaziergang am Flussbett entlang machen kann. Ab und zu springen Wagemutige den Wasserfall hinunter – davon wird jedoch abgeraten, da das Becken nicht immer tief genug ist. Ein wenig Vorsicht ist auch geboten, wenn Einheimische sich ungefragt als Begleitung aufdrängen und nachher um Geld dafür bitten.
Grand Bassin
Hinduistische Pilgerstätte am Kratersee
Ende des 18. Jahrhunderts machte sich ein Hindu-Priester aus Mauritius auf zu einer Pilgerreise nach Indien. Bei der Rückkehr hatte er ein heiliges Mitbringsel im Gepäck: Wasser aus dem Ganges, das er in einen Kratersee in den Bergen von Mauritius leerte. Seitdem gilt das Grand Bassin als eine der bedeutendsten Hindu-Pilgerstätten außerhalb Indiens. Heute stehen dort mehrere Tempel und Statuen von Hindu-Gottheiten. Neben den Räucherstäbchen auf den Opfersteinen liegen Bananen, Äpfel oder Kokosnüsse. Im Haupttempel kann man einer Zeremonie beiwohnen und sich ein Segnungszeichen auf die Stirn malen lassen. Der Weg zu dieser heiligen Stätte führt über eine breite Straße, auf der alljährlich zum Fest „Maha Shivaratri“ ein Zug von hunderttausenden Pilgern in Richtung Grand Bassin zieht.
Trou aux Cerfs
Vulkankrater in der Stadt
Mitten im lebendigen Zentrum der Stadt Curepipe, auf dem zentralen Hochplateau von Mauritius, verbirgt sich ein faszinierendes Naturdenkmal: der Trou aux Cerfs (übersetzt „Hirschloch“). Der imposante Vulkankrater entstand vor rund zwei Millionen Jahren während der geologischen Formationsphase der Insel. Auch wenn heute friedliche Stille über dem Ort liegt, ist der Vulkan nicht vollständig erloschen, sondern gilt in der Geologie als schlafend. Der Kraterrand thront auf gut 605 Metern über dem Meeresspiegel und eröffnet einen gigantischen Kraterkessel von rund 350 Metern Durchmesser und 100 Metern Tiefe. Wo einst glühende Lava brodelte, hat sich die Natur das Terrain längst zurückerobert: Das Innere des Kraters ist von einem dichten, smaragdgrünen Wald bewachsen, in dessen Zentrum sich ein kleiner, mystischer Kratersee gebildet hat. Eine Panorama-Straße führt einmal komplett um den Kraterrand herum. Sie dient Einheimischen als beliebte Joggingstrecke und Reisenden als perfekter Spazierweg. Vom Rand aus eröffnet sich ein spektakulärer 360-Grad-Blick über die Insel. Bei guter Sicht reicht das Panorama über die markante Moka-Bergkette und den Berg Rempart bis weit hinauf zu den glitzernden Küsten des Indischen Ozeans. Es besteht auch die Möglichkeit, an einer Seite des Kraters über einen kleinen Trampelpfad bis zum Wasserlevel hinunterzuklettern. Achtung: Festes Schuhwerk ist notwendig. Der Pfad kann zum Teil steil und rutschig sein.
Pointe d'Esny Beach
Bilderbuchstrand
Der Pointe d’Esny Beach befindet sich an der Südostküste von Mauritius im Distrikt Grand Port und liegt nur wenige Kilometer von der historischen Stadt Mahebourg entfernt. Historisch hat sich der Ort als ruhige Küstenregion entwickelt, die ihren exklusiven, naturnahen Charakter bewahren konnte. Der feine, weiße Sandstrand erstreckt sich entlang einer weiten, flachen Lagune, die durch ein vorgelagertes Korallenriff geschützt wird. Dieses Naturdenkmal sorgt für ruhige Gewässer und bietet optimale Bedingungen zum Schwimmen, Windsurfen sowie Schnorcheln im artenreichen Ökosystem. Da der Zugang zum Ufer durch private Grundstücke begrenzt ist, gilt der Strand als friedlicher Rückzugsort abseits des Massentourismus. Von der Küstenstraße aus führen jedoch einzelne öffentliche Fußwege direkt zum Strand.
Vieux Grand Port
Auf den Spuren der ersten Inselbewohner
Als die Niederländer im Jahr 1598 zum ersten Mal nach Mauritius kamen, betraten sie die Insel von einer Bucht am Fuße des sogenannten Löwenbergs. 40 Jahre später entstand dort eine niederländische Siedlung, die um 1710 dann den Franzosen überlassen wurde und deren Ruinen man noch heute besichtigen kann. Unter anderem befinden sich hier die Überreste eines Forts der Niederländischen Ostindien-Kompanie sowie ein holländischer Friedhof. Das Frederik Hendrik Museum, benannt nach einem Statthalter des 17. Jahrhunderts und eingebettet in einen tropischen Garten, bietet mit jahrhundertealten Karten sowie Gemälden und anderen Artefakten einen Einblick in die Kolonialgeschichte der Insel.
Wanderung zum Lion Mountain
Herausfordernde Kletterpartie zum „Kopf des Löwen“
Die Wanderung beginnt an der Polizeistation von Old Grand Port und hinauf zum Lion Mountain. Ein Fußweg führt zunächst durch die Zuckerrohrfelder bergauf. Der Anstieg startet recht moderat, wird jedoch zunehmend steiler. Auch der Untergrund wird nach etwa einem Kilometer deutlich herausfordernder. So führt der Pfad, der teilweise nur schwer erkennbar ist, durch einen Wald, wo es einige Felsbrocken zu überklettern gilt. Die seitlich wachsenden Bäume sowie das Wurzelwerk können als Griffhilfen genutzt werden. Einmal auf dem „Rücken des Löwen“ angekommen, flacht das Terrain wieder ab. Dennoch erfordert der Weg weiterhin Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Um zum Gipfel, dem „Kopf des Löwen“ zu gelangen, folgt schließlich eine letzte Kletterpartie. Besondere Vorsicht ist an einer schmalen Felsspalte geboten, die man passieren muss und hinter der das Terrain plötzlich stark abfällt. Belohnt wird man oben mit einer tollen Vogelperspektive über die Insel und den Ozean.
(Hin und zurück: 3,8 Kilometer, 2:20 Stunden, auf und ab: 340 Meter)
Mahébourg
Abgabestation: Mauritius Flughafen (Desk at Airport)
Kia Rio o.ä.
Eigenschaften: 4 Türen, Klimaanlage, Automatikgetriebe
Geeignet für: 4 Erwachsene, 2 große Koffer
zzgl. Flug
Info zum Preis
Dieser Preis wurde beispielhaft für eine Reise im September berechnet. Je nach Reisezeit sowie in Abhängigkeit zum Buchungszeitpunkt verändert sich der Preis. Wir achten bei Auswahl der Zimmer auf eine komfortable Zimmergröße sowie angenehme Lage und guten Ausblick.
9.00 – 13.00 Uhr und 14.00 – 17.00 Uhr
Kunden über Umfulana
Bettina und Monika
5 von 5 Sternen
Bettina
5 von 5 Sternen
Uwe
Dennis
5 von 5 Sternen
Jacqueline
Länder- und Reiseinformationen
Die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.
Klima
- Le Morne (Südwesten)
- Grand Baie (Norden)
FAQ
Noch nicht das Passende gefunden?
Lernen Sie uns kennen!
Seit 27 Jahren bieten wir individuelle Rundreisen an – Reisen, die prägen. Unsere Reisephilosophie steht dabei auf festen Grundpfeilern.